22.06.2010

Kommentar: Gute Unterhaltung mit dem Webmoritz

Welche Alternative gibt es montagabends zur AStA-Sitzung?  Wo findet man genauso Unterhaltung und dennoch Anspruch? Nun, der Webmoritz hatte zur Redaktionssitzung die Mitglieder des Stupa eingeladen. Anlass für die Einladung war die Nichtwahl des Kandidatens für den stellvertretenden Chefredakteur Torsten Heil. In Folge dessen hatten die Moritzmedien einen offenen Brief an das Stupa verfasst und gleichzeitig dazu eingeladen, sich ein Bild von der Arbeit des Webmoritz zu machen. Den Brief findet ihr hier. Da wir ohnehin die Moritzmedien immer mal besuchen wollten, nutzte auch die anerkannte APO die Einladung, um sich ein Bild zu machen.

Um eines vorweg zu nehmen: Der Besuch sollte sich lohnen und bis in die frühen Morgenstunden hinziehen.

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Eröffnet wurde mit einer kurzen Schilderung der Situation. Dem Webmoritz fehlt ein Chefredakteur und die Arbeit ist deutlich zu viel für einen Einzelnen. Zwar gibt es eine Vielzahl freiwilliger Redakteure und dem Besucher stellte sich ein durchaus großes Team vor, dennoch scheint derzeit nicht mit einem weiteren Kandidaten aus diesen Reihen für den stellvertretenden Chefredakteur zu rechnen zu sein. Und dann kam die Frage an die Stupisten. Nicht: Warum habt ihr Torsten nicht gewählt? Was war beim letzten Mal los? Sondern: Wir haben ein Problem, wie beheben wir es? Danach wurde fleißig gesammelt und es entspann sich eine ähnliche Debatte, wie schon vor einigen Wochen beim AStA, nachdem Pedro Sithoe nicht zum Vorsitzenden gewählt worden war. Die Stupisten boten wieder allerhand Vorschläge und personelle Unterstützung an. Im Verlauf entwickelte sich das Gespräch aber immer wieder hin zum offenen Brief der Moritzmedien, sodass man letztendlich doch darüber sprach. Schnell wurde deutlich, dass das Webmoritz-Team geschlossen hinter dem Brief stand. Auf Seiten der 7 anwesenden Stupisten sah das Bild deutlich anders aus. Zwar sahen fast alle Stupisten das Problem ein, zum Brief teilten sich aber die Meinungen. So befürwortete Martin Hackbarth (JuSos) deutlich die Vorgehensweise und nahm das Stupa in die Pflicht. Im Gegenzug äußerte sich Frederic Beeskow (keiner Hochschulgruppe zugehörig) sehr konstruktiv, hielt den Brief aber für überzogen. Daneben kam es noch zu einigen unterhaltsamen, wenn auch abstrusen Diskussionen (z. B. ob man einen Mitarbeiter vor der Einstellung einarbeiten darf oder nicht). Letztendlich kam es aber zu einem umfangreichen Brainstorming zur weiteren Vorgehensweise.

Anschließend verließen uns die Stupisten in Richtung AStA und es ging in die eigentliche Redaktionssitzung über. Die Atmosphäre  entspannte sich deutlich und es kam zum unterhaltsamsten Teil des Abends. Man lachte viel, nahm sich selbst nicht zu wichtig (einigen weiteren Gremien ist das deutlich zu empfehlen) und arbeitete dennoch konstruktiv und miteinander. So wurden erst Themen zur Berichterstattung im gemeinsamen Brainstorming gesammelt und anschließend an die Anwesenden verteilt. Abschließend saß man noch gemütlich plaudernd beieinander.

Trotz des netten Miteinanders und des angenehmen Arbeitens plagen auch den Webmoritz die üblichen Nachwuchssorgen.  Nicht nur fehlt es an einem stellvertretenden Chefredakteur, sondern es ist auch noch viel Platz für freie Schreiberlinge. Solltet ihr also einfach mal Lust auf einen angenehmen Zeitvertreib oder auch ernsthaftes Engagement haben, dann besucht doch eine Redaktionssitzung des Webmoritz. Diese finden immer montags um 20 Uhr in den Redaktionsräumen in der Wollweberstraße 4, Treppe rauf, statt. Weiter Informationen findet ihr hier: http://www.webmoritz.de/projekt-info/about/

Im Übrigen bedauern wir, dass die Berichterstattung über den AStA in den letzten Wochen nicht statt fand. Jedoch bot sich letzte Woche das Treffen mit der in Gründung befindlichen Humanistischen Hochschulgruppe und dem anschließenden Treffen der GHG an. Diese Woche halt der Besuch beim Webmoritz. Ausstehend ist noch unser Besuch bei den Jusos, die ebenfalls montags tagen. Dennoch soll es nächste Woche erst mal wieder einen AStA-Bericht geben. Bis dahin verbleiben wir eure gutgelaunte LHG Greifswald.