21.12.2018

Unsere Themen

Ideologiefreiheit

Viel zu oft könnte man glauben, dass so mancher Stupist das Studierendenparlament mit dem Bundestag verwechselt. Kein Wunder, dass StuPa-Sitzungen nicht gerade die bestbesuchtesten Veranstaltungen sind, wenn stundenlang über Themen diskutiert wird, die völlig belanglos für die Studentinnen und Studenten hier in Greifswald sind.


Unsere Meinung dazu: „Die Hochschulpolitik sollte sich erst einmal mit ihrer Hauptaufgabe beschäftigen: Verbesserungen für Studentinnen und Studenten zu erwirken, die Qualität der Lehre an der Universität Greifswald zu erhöhen.“


Ideologische Grundsatzdebatten und Anträge. die die ganze Welt verändern wollen, bringen hier vor Ort keinen Mehrwert und steigern kein bisschen die Attraktivität der hochschulpolitischen Gremien.

Verbindungen als Teil der studentischen Kultur

„Es ist ein Armutszeugnis für die Universität und die Studierendenschaft, wenn eine systematische Diskriminierung von Verbindungen stattfindet.“

Verbindungen sind ein Teil der Greifswald Studentenkultur. Eine große Zahl an Studentinnen und Studenten sind Teil von Verbindungen. Trotzdem werden sie von der verfassten Studierendenschaft benachteiligt. So fordern wir, dass Studentenverbindungen endlich auch als das erkannt werden, was sie ohnehin schon sind: ein Teil der studentischen Kultur!

Keine Erhöhung des Studierendenbeitrags

Der Beitrag für die Studierendenschaft beträgt aktuell 11 Euro. Damit bezahlt werden eine Vielzahl von Veranstaltungen, die Fachschaftsräte, die Aufwandsentschädigungen für AStA und moritz.medien sowie jede Menge Projekte und die Clubs.

Das Geld anderer Leute auszugeben, ist dabei eine leichte und in der Vergangenheit ausgiebig praktizierte Sache. Immer wieder werden dabei Forderungen laut, den Beitrag anzuheben, um das mehr an Ausgaben für viel zu teure und für die Resonanz völlig übertriebene Veranstaltungen ausgleichen zu können. Wir finden: Höhere Beiträge führen höchstens dazu, dass noch mehr Geld ausgegeben wird, für Projekte und Veranstaltungen, die eigentlich gar nicht nötig und von vielen gar nicht gewollt sind.


„Wir fordern, dass der Beitrag für die verfasste Studierendenschaft nicht weiter erhöht wird!
Haushaltslöcher dürfen nicht mit Beitragserhöhungen gestopft werden!“


Lehrerbildung in Greifswald stärken

Es ist ein Armutszeugnis für eine Universität. dass Studentinnen und Studenten nicht studieren können, weil nicht genügend Plätze in Vorlesungen und Seminaren zur Verfügung stehen. So aber sieht die Situation bei den angehenden Lehrerinnen und Lehrern aus.

Wir fordern ein Studium mit deutlich stärkerem Praxisbezug. Gleichzeitig muss eine Lösung für die zu wenigen Praktikumsplätze hier in der Region gefunden werden. Es kann nicht sein, dass man gezwungen ist, die praktische Erfahrung in anderen Bundesländern sammeln zu müssen, weil es in Vorpommern-Greifswald nicht genügend Möglichkeiten gibt. Außerdem fordern wir deutlich mehr pädagogische Module sowie einen stärkeren Einsatz von digitalen Lehrmethoden für die Lehramtsausbildung!

AStA-Struktur sinnvoll und nachhaltig gestalten


Der Allgemeine Studierendenausschuss, wie der AStA ausgeschrieben heißt, fungiert als exekutives, also ausführendes Organ der Studierendenschaft. Seine Aufgabe ist es, sich um die Probleme, welche die Studierenden mit der Universität oder Privat haben, zu kümmern. Der AStA formuliert die Interessen der Studierendenschaft, erarbeitet daraus hervorgehende Konzepte, führt Veranstaltungen durch und vertritt die Studierendenschaft als solche nach Außen.


Das aktuelle Jahr hat gezeigt, dass bei der Struktur des AStA dringend gehandelt werden muss. Referate, die so gut wie dauerhaft unbesetzt sind, weil sich kein Bewerber dafür interessiert, müssen dringend überdacht werden, ob denn von Seiten der Studentinnen und Studenten überhaupt der Bedarf danach existiert.

Auf der anderen Seite, werden die verwaltenden Referate, die vor allem in Hintergrund das Funktionieren der Studierendenschaft sicherstellen, vernachlässigt. Studenten sollen ehrenamtlich – so ganz nebenbei – leisten, wofür sonst ein Studienabschluss und Jahre an Berufserfahrung gefordert sind. Hier ist ein Umdenken erforderlich.

So wollen wir insbesondere eine Auslagerung der Finanzen der Studierendenschaft an kompetente Stellen. Die finanzielle Selbstständigkeit der Studierendenschaft ist ein hohes und wichtiges Gut, dazu muss sie aber eben auch funktionieren.

Urlaubssemester für Gründer

Einfach mal ein Semester Pause einlegen, um ein eigenes Unternehmen zu Gründen? Das ist aktuell leider nicht möglich! Aber der Senat hat das Recht, über die Immatrikulationsordnung und den Paragraf 20 (Beurlaubung) zu beschließen. Wir haben einen Vorschlag zur Änderung: Wir wollen den Absatz 1 um den Punkt 8 „Vorbereitung einer Unternehmensgründung oder Durchführung einer Unternehmensgründung“ ergänzen.

Keine Anwesenheitspflicht

Studenten sind erwachsene Menschen. Sie können selbst entscheiden, ob der Besuch einer Veranstaltung für sie nützlicher ist oder ob das Thema auch im Selbststudium erschlossen werden kann. Selbständige Organisation macht das Studium an einer Universität aus. Aus diesem Grund lehnen wir Anwesenheitspflichten ab! Es hat keinen Sinn Menschen zu Veranstaltungen zu zwingen. Wer kommen möchte, der tut es auch ohne die Pflicht. Anwesenheitspflichten steigern nicht die Qualität der Lehre. Wenn eine Vorlesung nur schlecht besucht wird, sollte man sich zuerst Gedanken machen, warum kein Anreiz dazu besteht und nicht eine schlechte Vorlesung mit einer Pflicht zur Anwesenheit auf dem Papier zu beschönigen.